Predigt zu Palmsonntag

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Schwestern und Brüder,

Zum zweiten Mal wende ich mich an euch mit der Internetpredigt. Wir können froh und dankbar sein, dass wir diese Möglichkeit haben, um unseren Glauben miteinander zu teilen. In dieser Predigt möchte ich das aktuelle Thema „Palmsonntag“ aufgreifen.

Mit Palmsonntag verbinden wir die Palmweihe außerhalb der Kirche, die Prozession im Andenken an den glorreichen Einzug Jesu nach Jerusalem und anschließend das besinnliche Hören der Passionsgeschichte. Diese drei Dimensionen von Palmsonntag wollen wir durch diese Predigt vertiefen und verinnerlichen. Dazu lade ich euch ein.

Heute ist Palmsonntag. Mit dem Palmsonntag beginnen wir die Heilige Woche, beziehungsweise die Karwoche. Es ist eine wichtige Zeit im Leben Jesu und somit auch in unserem eigenen Glaubensleben. Obwohl wir in der jetzigen Situation nicht zusammenkommen, um den glorreichen Einzug Jesu nach Jerusalem zu feiern, wollen wir ihn im Geiste mit Palmzweigen und Hosanna-Liedern begleiten. Der Einzug Jesu nach Jerusalem ist die Erfüllung der Prophezeiung über ihn durch den Propheten Sacharja (9,9).

Am Palmsonntag betrachten wir den glorreichen Einzug Jesu als Friedenskönig in Jerusalem. Durch den feierlichen Einzug nach Jerusalem proklamiert Jesus den Menschen, dass er selbst der lange erwartete Messias ist. Er bringt Rettung zum Volk Israel. Diese Hoffnung auf Rettung bringen die Menschen durch die Hosanna-Rufe zum Ausdruck.

Nach dem Palmsonntag begehen wir das heilige Triduum, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern. Diese Woche ist eine sehr emotionsbeladene Woche sowohl für Jesus als auch für uns. Wenn wir von ganzem Herzen und ganzer Seele diese Heilige Woche begehen, erneuern wir unser geistiges Leben und damit unsere ganz persönliche Beziehung zu Jesus Christus.

Wenn unser Herr und Heiland den Weg des Leidens als den Weg der endgültigen Erlösung ausgesucht hat, dann können wir unserem alltäglichen Leidensweg erst recht nicht ausweichen. Jeder hat seine eigene Bürde zu tragen, wie es der Apostel Paulus im Galaterbrief (6,5) zum Ausdruck gebracht hat.

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Schwestern und Brüder, obwohl wir dieses Mal im häuslichen Rahmen die Heilige Woche begehen, sollten wir im Geiste Jesus Christus auf seinem Leidensweg von ganzem Herzen und mit aller Kraft begleiten. Für uns ist die heilige Woche keine Trauerwoche, sondern eine besondere Woche der Gotteserfahrung und eine Woche der Hoffnung. Das herzliche Begehen der Heiligen Woche schenkt uns Kraft und Ermutigung auch unseren eigenen Leidensweg im Gleichgewicht und mit Gelassenheit zu ertragen. Jesus Christus ist durch seinen Leidensweg in die himmlische Herrlichkeit gelangt. Der Herr ist für uns das beste Vorbild auf unserem Weg zum himmlischen Vater.

Lasset uns in diesem Sinne diese Heilige Woche begehen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

 

 

 

 

 

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