Fastenpredigt

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Schwestern und Brüder,  

es ist das erste Mal, dass ich durch das Internet zu euch predige. Normalerweise war ich bis jetzt gewöhnt, meine Predigt vor einer versammelten Gemeinde zu halten. Aber die rasche Verbreitung des Corona-Virus erlaubt es uns zurzeit nicht, in der Kirche zusammen zu kommen. Deshalb nutze ich die Möglichkeit des Internets, um euch nahe zu sein mit unserem christlichen Glauben. 

Wie geht’s euch? Wie habt ihr diese Tage verbracht? Habt ihr euch sehr einsam gefühlt? Wie kommt ihr mit der „Situation der Abschottung“ klar?

Die Corona-Zeit lehrt uns eine unvermeidbare Wahrheit: Unser Leben hat seine Grenzen. Wenn wir unsere Grenzen nicht achten, kann unheilvolles in unserem Leben passieren. Daher sollten wir diese Zeit der Begrenzung als eine Vorbereitung auf eine Zeit der Freiheit verstehen. Wir haben uns von der Öffentlichkeit zurückgezogen, damit wir mit großer Freude in die Öffentlichkeit zurückkehren können. 

Rückzug von der Öffentlichkeit bedeutet nicht, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wir sind durch unseren gemeinsamen Glauben miteinander verbunden. Der christliche Glaube überwindet alle Grenzen. 

In diesem Sinne sollten wir das heutige Evangelium über die Auferweckung von Lazarus begreifen. Obwohl Lazarus menschlich gesehen tot war, konnte er durch den christlichen Glauben ins Leben zurückkehren. Christlicher Glaube bedeutet, an Jesus Christus zu glauben. Der Glaube kann Berge versetzen – diese Redewendung ist uns allen geläufig. 

Der christliche Glaube ist eine Gabe Gottes, die Jesus allen schenkt, die fest und von ganzem Herzen an ihn glauben. Der christliche Glaube überwindet Raum und Zeit. Der christliche Glaube verbindet die Gläubigen mit Gott dem Allmächtigen und miteinander.

Wer einen starken Glauben hat, ist in der Lage alle Schwierigkeiten des Lebens zu überwinden. Der Glaube hilft dem Glaubenden die negative Kraft der Angst zu besiegen. Wer sich mit Angst befreundet, hat keine Perspektive für ein erfülltes Leben. Jesus Christus ist Mensch geworden, damit wir das Leben haben und es auch in Fülle haben. Wer an Jesus Christus glaubt, hat bereits das Leben in Fülle. Das konnte der tote Lazarus auf einzigartige Weise erleben, indem er durch die Gnade Gottes ins Leben zurückkam. 

Die Auferweckung von Lazarus von den Toten ist für uns ein Hinweis, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern der lebendige Gott. Daran dürfen wir fest glauben auch in dieser Corona-Zeit. Wer an Jesus Christus von ganzem Herzen und ganzer Kraft glaubt, wird auch diese Probezeit der Corona bestehen.  

Dafür bitten wir um seine besondere Gnade heute und alle Tage unseres Lebens.

Amen.

 

Evangelium: Johannes 11, 1 - 45

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